Supervision

Als berufstätige Mutter mit zwei kleinen Kindern glich mein Alltag dem einer Kleinunternehmerin. Mir blieb kaum Zeit zum Nachdenken, ich hatte keine Zeit für mich selbst. In dieser Zeit kam ich in eine Supervisionsgruppe und lernte andere Frauen in ähnlichen Situationen kennen. Hier bekam ich Stärkung, Entlastung und Inspirationen für meinen Beruf und für den Alltag.
Supervision ist eine Art Suche nach sich selbst, es ist die Suche nach Sicherheit im Umgang mit den eigenen Gefühlen und mit denen anderer Menschen. Es ist auch die Suche nach der Work-Life-Balance, also der Idee, Arbeit und Privatleben miteinander in Einklang zu bringen. Supervision dient der Gesunderhaltung und wirkt entlastend. Eine Sitzung dauert 60 oder 90 Minuten je nach Absprache.

Hier einige Beispiele für Themen:

  • die Erweiterung des eigenen Handlungsspielraumes im Alltag
  • das Reflektieren des eigenen Handelns
  • Erarbeiten von Visionen und zukunftsorientierten Schritten, vielleicht eine Karriereplanung
  • das Vor- und Nachbereiten von Entscheidungen
  • die Bewältigung schwieriger beruflicher Situationen
  • persönliche Entlastung

Ich arbeite mit Gruppen, mit Teams oder mit Einzelpersonen, das sprechen wir miteinander ab.

Ich empfehle Supervision als berufsgegleitende Maßnahme bei Einzelpersonen oder Gruppen, in Unternehmen während oder nach Fusionsprozessen, bei der Neubildungen von Arbeitsgruppen, als Fallsupervision, bei der Arbeit mit Teams oder infolge veränderter Arbeitsabläufe.  Im Privatleben empfiehlt sie sich bei großen persönlichen Veränderungen wie z.B. bei neuen Lebensabschnitten oder bei Karriereplanungen.

Und noch ein Wort zum Thema Reflexion als Teil von Supervision. Physikalisch bedeutet Reflexion:  „Das Zurückwerfen von Wellen an einer Grenzfläche“ (Wikipedia, Reflexion), anders ausgedrückt könnte es heißen, sich selbst im Spiegel betrachten. Das Spiegelbild ist oft anders, als die eigene Vorstellung und da fängt es ja schon an! Ist denn Reflexion gewünscht? Ist denn die Konfrontation mit den eigenen Erfolgen, mit den Zweifeln und der eigenen Unvollkommenheit gewünscht? Ich sage hier ganz klar, ein reflexiver Zugang zu sich selbst klärt die eigene Rolle im Arbeitsleben, führt zu Klarheit in der Wahrnehmung der Arbeitsaufgaben im Privatleben und im öffentlichen Leben. Im Zusammenhang mit Supervision ist Reflexion für mich eine zielgerichtete Analyse eigener Handlungen. Das ist ein anspruchsvoller Vorgang, weil er Offenheit und Zeit voraussetzt und den Weg zu den eigenen Gefühlen  frei macht (vgl.: Hans Pongratz, Reflexion erwünscht? Dilemmata der Beratung von betrieblichen Interessenvertretungen in Positionen, Beiträge zur Beratung der Arbeitswelt, Heft 2, 2008). Und Reflexion ist kein Erfahrungsaustausch oder eine Art Wissensvermittlung. Supervision als Beratungsform schließt reflexives Arbeiten ein, gibt Sicherheit im Umgang mit sich selbst und verbessert die Qualität der eigenen Arbeit.